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Luftdichtheit

Allgemein

Seit 1999 ist die Luftdichtheit der Gebäudehülle in der Energieeinsparverordnung (EnEV) verankert. Eine luftdichte Gebäudehülle ist die Voraussetzung für die Realisation zeitgemäßer Energiekonzepte

Viele Bauschäden – beispielsweise im Dach-/Außenwandbereich – entstehen aufgrund von Leckagen.

Hierdurch geht nicht nur Energie verloren, sondern es entstehen auch Bauschäden.
So dringt im Winter über Leckagen, feuchte Raumluft von innen, in die Konstruktion-/Dämmschicht ein, es besteht die Gefahr von Schimmelbildung und die durchfeuchtete Dämmung verliert an Dämmwirkung. Leckagen erhöhen die Heizkosten, führen zu Zugerscheinungen und zu einem zusätzlichen austrocknen der Raumluft, was wiederum die Wohnqualität mindert.

Verfahren

Das Differenzdruck-Messverfahren sollte an jedem Neubau und Umbau durchgeführt werden, um evtl. vorhandene Fehlstellen der Gebäudehülle zu lokalisieren. Mit diesem Messverfahren wird die Luftdichtheit eines Gebäudes, n50-Wert gemessen. Das Verfahren dient dazu, Leckagen in der Gebäudehülle aufzuspüren und die Luftwechselrate zu bestimmen.

Luftwechselrate n50 = Anzahl der Luftwechsel pro Stunde bei Druckdifferenz von 50 Pascal.

n50 < 3,0 h-1 bei Gebäuden mit Fensterlüftung
n50 < 1,5 h-1 bei Gebäuden mit raumluftechnischen Anlagen (mechanische Lüftungsanlage)
n50 < 0,6 h-1 bei Passivhäusern

Eine Messung der Luftdichtheit der Gebäudehülle erfolgt, nachdem das Gebäude mit allen Luftdichtungsebenen fertiggestellt ist. Zur Lokalisierung von Leckagen wird ein Unterdruck angelegt. Durch Leckagen eintretende Luftströmungen sind deutlich wahrnehmbar oder können z.B. mit Strömungsprüfern, (Anemometern oder auch durch Rauchröhrchen) sichtbar gemacht werden.

Förderung seit 01.10.2009

Seit 01.10.2009 gilt die neue Richtlinie Energiesparberatung „Vor-Ort-Beratung“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie. Demnach können  Luftdichtigkeitsprüfungen nach DIN 13829 als Bonus zur Energiesparberatung gefördert werden. Mehr Information unter – BAFA Energiesparberatung – „Vor-Ort-Beratung“